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Aktiv und Barrierefrei

Augsburgs Kultur der Menschen mit Behinderung im Europäischen Jahr 2003

Ein Vorwort ohne Barrieren

Na und? Was 2003 uns bringt?

Na und! sagt der eine mit Behinderung zum anderen ohne Behinderung. Was ist das Problem?
Das mit der Behinderung, das muss doch besonders schwer sein. Für wen?, fragt der Mensch mit Behinderung. So – oder so ähnlich – würde Augsburgs Bert Brecht Herrn Keuner zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 sprechen lassen.

Na und! – heißt die Kampagne des Freistaats Bayern 2003, und Augsburg beteiligt sich mit einer aktiven barrierefreien Kultur.

Augsburg ist aktiv und im Aufbruch – auch, trotz und vielleicht wegen der schwierigen öffentlichen Finanzen. Viele Interessenvertreter und Initiativen reden in einem "Bündnis für Augsburg" miteinander. Viele soziale Initiativen und Beiräte stellen ihre Aktivitäten 2003 unter das Motto Gemeinsam aktiv in Augsburg. Ganz verschiedene Projekte von der AIDS-Prävention (LiebesLeben) bis zur Jazz-Reihe suchen in der Friedensstadt Augsburg ihren Platz.

Knapp 30.000 Menschen der 270.000 Augsburgerinnen und Augsburger sind Bürger mit Behinderung, schwerbehindert etwa 24.000, gehbehindert etwa 12.000, sehbehindert etwa 500, hörbehindert etwa 44.000 Menschen, und nicht zu vergessen die geistigen undsozialpsychiatrischen Behinderungen. Der Behindertenbeirat der Stadt Augsburg hat für sich im Jahr 2003 das Motto "Barrierefrei" gewählt – auf den Straßen und in den Köpfen, zwischen den Menschen und Kulturen. Natürlich sind alle Barrieren gemeint, die wir am Bordstein, an Haustreppen, in Verkehrsmitteln kennen. Barrieren, die geistig oder psychisch behinderte Menschen am Arbeitsplatz vorfinden, aber eben auch in der Kultur, in der Begegnung miteinander.
Dort haben Oberbürgermeister Dr. Wengert, der Behindertenbeirat und das Sozialreferat den Schwerpunkt 2003 gelegt: Ausstellungen, Jazz-Musik, "Road-Shows", Straßentheater sind Bereiche, in denen eine ganz neue Begegnung möglich wird. Wie beim "Empfang der besonderen Art" werden es Menschen mit Behinderungen sein, die selbst die Einladenden, die Akteure sind.

Na und! Dies ist eben kein Jahr für, sondern von Menschen mit Behinderungen – für uns alle.
Und das möge jede Augsburger Bürgerin, jeder Augsburger Bürger im kleinsten Alltag entdecken.
Deshalb wird es neben dieser Programmankündigung noch viele weitere Beiträge geben.

Vielen Dank.

Arno Erlei/Dr. Konrad Hummel
Vorsitzender des Behindertenbeirates/Jugend- und Sozialreferent der Stadt Augsburg


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